Mittwoch, 3. November 2010

Erfahrungsbericht mit 13,3 Zoll

Bis vor kurzem war meine Freundin noch mit ihrem 9 Zoll Netbook zufrieden, doch nun als Studentin brauchte sie was Besseres. Jedoch sollte sich nicht nur die Bildschirmdiagonale verbessern, sondern auch die Power. Und da sie weiterhin mobil bleiben wollte, war schnell klar, dass hier 13 bis 14 Zoll angepeilt werden mussten. Natürlich wurde auch der Preis-/Leistungsfaktor großgeschrieben. Nach langem Vergleichen mobiler Prozessoren fiel die Wahl dann auf den Intel Core 2 Duo SU7300. Mit CPU und Bildschirmdiagonale als feste Größen ließ sich die Suche recht stark einschränken und die Wahl fiel auf den ASUS UL30VT-QX061V. Da das Gerät bei Notebooksbilliger.de 50 € teurer war als bei Amazon.de, schlug sie natürlich dort zu (zum Preis von 499 €).

Zum Gerät: Der Laptop kam schick und minimalistisch verpackt nach nur einem Tag (Verfügbarkeit bei Amazon.de ändert sich gerne mal von einem Tag auf den anderen) per DHL. Zu meinem Erstaunen war ein Windows-Installationsmedium im Lieferumfang enthalten. Da das Ding kein optisches Laufwerk hat, wäre das zwar nicht nötig gewesen, aber „Haben“ ist ja bekanntlich besser als „Brauchen“.
Da ich in unserer Beziehung der Technikfreak bin, würde natürlich mir das Einrichten und Rumprobieren überlassen:

Der Erst-Start dauerte ein wenig länger als die folgenden. Keine Ahnung was genau Windows 7 da macht. Der Leistungscheck alleine kann es ja nicht sein.
Nachdem das Gerät dann jedenfalls hochgefahren war, glotzten mich auch schon diverse Symbole aus dem Infobereich an. Außerdem war auch eine Minianwendung aka. Desktop-Gadget vorinstalliert. Diese ermöglicht mit einem Klick die Übertaktung des Systems. Nach einem Neustart taktet der CPU dann dank „Turbo 33“ mit bis zu 33% mehr Leistung. Dieses Feature war auch werksmäßig aktiviert, sodass ich es als erstes deaktivierte. Als nächstes ärgerte ich mich über diverse, nutzlose, vorinstallierte Software und so ging das Deinstallieren los. Das dauerte…

Das nächste Gerät, das ich einrichte, bekommt die HDD formatiert. Die Windows-Installation geht flotter vonstatten als das Löschen von dusseliger Software.

Da es sich hierbei aber nicht um mein eigenes Gerät handelte und da Asus dem Notebook Nvidia Optimus spendiert hat, wollte ich vorsichtiger sein.
Heißt im Klartext: Extra-Button über der Tastatur zum switchen zwischen Power- oder Akkumodus - die automatisch Erkennung geht auch. Das solche Tasten eigene Treibervarianten und diverse Zusatzsoftware benötigen, nervt mich total. Mal eben den aktuellen Nvidia-Treiber downloaden ist so nicht drin. Und Updates von Asus? Pustekuchen. Der aktuelle VGA-Treiber ist ein Jahr alt.
Weiterer Nachteil: Das Switchen während eine grafikhungrige Anwendung läuft ist auch nicht möglich. Ansonsten funktioniert diese Geschichte wunderbar und im Hinblick auf die Akkulaufzeit ist der deaktivierbare Grafikchip sicher vorteilhaft.

Die tolle Akkulaufzeit ist außerdem den tollen 4 Energiesparmodi geschuldet, welche über eine Asus Software einfach gesteuert und angepasst werden können. Nachteil hier, die Benutzerkontensteuerung von Windows 7, die bei jedem Start von „Power4Gear“ sicher geht, dass ich das Programm auch wirklich starten möchte.

Haha - bisher klingt es nach einem Fehlkauf und dabei bin ich mit den Nachteilen noch nicht mal fertig: Asus hat dem Gerät eine „Aluminium-Optik“ spendiert. Sieht totschick aus. Aber anfassen? Nö. Gibt hässliche Fingerabdrücke.

Inglourious Basterds als *.mkv im VLC-Player
So, nun aber zu den Vorteilen: Ganz klar, leistungsmäßig macht das Ding echt Spaß. Es ist kein Wunderwerk der Technik und kann sicher nicht mit einem regulären Core 2 Duo CPU mithalten, aber einen ollen Atom übertrumpft es um längen. Und so ist hier auch die Wiedergabe von Videomaterial in FullHD möglich.

Auch die Akkuperformance macht Laune. So kann man auch mal den ganzen Tag ganz kabelUNgebunden dran rumspielen.
Außerdem wiegt das Ding nur 1,3 kg, ist verdammt schlank und sieht sauber geputzt echt stylisch aus. Im Hinblick auf den Preis überzeugen hier einfach die technischen Daten.

Fazit: Ich will auch. Allerdings würde ich noch einen Schritt weiter gehen und auf einen Intel Core i3 oder i5 setzen und nachträglich eine SSD einbauen, sollte ich kein passendes Gerät finden, dass werksseitig mit einer SSD ausgestattet ist. Wenn mir jemand dazu qualifizierte Hinweise oder Tipps geben möchte, so ist er herzlich willkommen. Vom MacBook Air möchte ich hier mal nichts lesen, da ich mir das eh nicht leisten will.

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