Freitag, 25. Juni 2010

iOS 4 - Erste Erfahrungen - Teil 2/3

Wie zu abzusehen war, gab es in den letzten Tagen eine Menge App-Updates, 16 um genau zu sein und meine Erwartungen diesbezüglich haben sich bestätigt. Die Entwickler haben ihre Apps für iOS4 aufgerüstet und lassen somit eine Unterstützung von Multitasking zu.
Habe ich am Dienstag noch von Fehlern beim Unterbrechen von Spielen berichtet, kann man nun beruhigt die laufende Spiele-App minimieren und nach Wechsel der App den Betrieb ohne Verlust des Fortschritts wieder aufnehmen. Wunderbar.


Eine weitere größere Neuerung, welche mit iOS4 kam, ist der einheitliche E-Mail-Eingang:


Einheitlicher Posteingang: "Alle"

Wie zu sehen ist, brauch man sich nun nicht mehr durch die einzelnen Eingänge klicken, um alle empfangenen Nachrichten zu lesen. Ein Klick auf „Alle“ genügt.
Dies macht aber natürlich nur Sinn, wenn man mehrere E-Mail-Konten besitzt und pflegt. Ich persönlich hatte nie ein Problem damit, mir meine 4 Eingänge einzeln zu betrachten, jedoch ist mit dem einheitlichen Eingang wieder ein Stück Komfort im Umgang mit dem iPhone eingekehrt. Es aber gibt sicher viele Nutzer, die diese Funktion viel mehr zu würdigen wissen.

Ein Problem hatte ich jedoch bisher mit der erneuerten E-Mail-App: Die manuelle Aktualisierung des Eingangs hat bisher sehr lange gedauert, sodass ich meist, den Mail-Abruf angestoßen und danach erstmal eine andere App zur Nebenbeschäftigung geöffnet habe. Das war vor iOS4 nicht so.
Nun ja, für fast jedes Problem gibt es eine Lösung: Nun habe ich für meinen Mail-Abruf wieder Push eingeschaltet, was zwar die Akkuleistungsdauer etwas verringert, aber das stört mich weniger.
Eine nette kleine Neuerung ist zudem die Gruppierung der E-Mails nach ihrem Betreff. Was bei den gängigen E-Mail-Clients längst Standard ist, hält nun auch auf dem iPhone Einzug.
Gruppierung von E-Mails mit gleichem Thema

E-Mails mit gleichem Thema werden, zu Gunsten der Übersicht, also nur noch zusammen dargestellt.

Neben der Mail-App wurden 2 weitere Apps, welche zum Standard-Repertoir eines iPhones gehören, erneuert: Die Kamera- und die Foto-App.

Beginnen wir mit der Kamera-App. Apple stellt den iPhone-Nutzern nun einen digitalen Zoom von max. 5x zur Verfügung, welcher meines Erachtens genauso sinnlos wie unnötig ist. Durch den Zoom wird das Bild nur unscharf und verwackelt, sodass auch ein einfacher Zoom bei der späteren Betrachtung den Zweck erfüllt. Die Funktion beugt in meinen Augen lediglich der späteren Bildbearbeitung des Ausschneidens vor.

So sieht die Bedienung des Zooms auf dem iPhone aus


Vergleich zweier mit dem iPhone aufgenommener Bilder: links - ohne Zoom; rechts - mit 5x-Zoom

Es gibt aber auch 2 positive Neuerungen, die ich zur Kamera-App anzumerken habe: Die Geschwindigkeit und die Handhabung des Fokus haben sich stark verbessert. Nach Betätigung des Auslösers speichert die App das Bild blitzschnell und ermöglicht das nächste Foto. Vorher hat dieser Prozess noch relativ lange gedauert. Außerdem genügt nun ein Tipp auf eine Stelle im Bild, um den entsprechenden Bildteil zu fokussieren. Vorher ging der Fokus verloren, wenn man den Finger von dem Punkt auf dem Bildschirm entfernt hat.
Dieser Fokus wurde übrigens nun auch auf die Videofunktion erweitert, das funktioniert wunderbar!

Apple hat neben der Kamera auch die Foto-Funktionalitäten erweitert. Je nach Wunsch des Nutzers, kann man in seinen Fotos Angaben zum Ort der Aufnahme hinterlegen. Diese Metadaten lassen sich in der Foto-App ansehlich darstellen:

Darstellung der Aufnahmeorte geschossener Aufnahmen

Bei näherem Betrachten der Karte werden die roten Stecknadeln dann natürlich immer detaillierter platziert.
Was mich aber irritiert: Anscheinend wurden diese Metadaten auch bereits vor iOS4 in den Bildern hinterlegt. Ich kann mich nämlich nicht erinnern, nach der iOS4-Installation in München oder Bonn gewesen zu sein… Verwunderlich, dass noch niemand auf diese Lücke hingewiesen hat. Mich persönlich stört es nicht, jedoch stellt es wohl ein gefundenes Fressen für alle Apple-Gegner und –Konkurrenten dar, wenn Informationen, zu denen man nun erst einwilligen muss, vorher einfach ohne Kenntnis der Nutzer als Metadaten gespeichert wurden.
Wie gesagt: Ich finde diese Funktion sehr nützlich und anschaulich.

Das waren nun die größten Veränderungen des neuen iOS 4. Im nächsten und letzten Teil werde ich dann auf weitere, eher kleinere Neuerungen zu sprechen kommen und ziehe ein Gesamtfazit.

To be continued...

1 Kommentare:

kanti hat gesagt…

Die Darstellung der Aufnahmeorte geschossener Aufnahmen find ich voll cool. Muss ich mal gucken ob ich dafür ne entsprechende Android-App finde. Auch toll, dass du mit deinem iPhone schon so schön rumgekommen bist. Macht natürlich was her.

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